WHO’S GOT THE POWER? Film- und Diskussionsreihe
In Kooperation mit dem Excellenzcluster Bonn Center von Dependency and Slavery Studies präsentieren wir unsere Film- und Diskussionsreihe Who´s got the power?
Unser Ziel ist es, das Konzept der asymmetrischen Abhängigkeit anhand fesselnder Geschichten zu beleuchten. Durch die Vorführung von Filmen, die verschiedene Facetten menschlicher Unterdrückung beleuchten, möchten wir ein vielfältiges Publikum zu Gesprächen anregen. Jährlich werden drei Filme im Kino der Brotfabrik gezeigt und im Anschluss an jede Vorführung findet eine Diskussion und Get-Together mit Referent*innen der BCDSS statt.

Filmreihe 2026:
Aysha can’t fly away, 23.04.2026
R: Morad Mostafa – Ägypten, Tunesien, Frankreich, Saudi-Arabien, Katar, Sudan 2025 – 123 min.
Aisha ist eine 26-jährige Sudanesin, die in Kairo lebt, wo sie als Pflegekraft für ältere Menschen arbeitet und sehr schlecht behandelt wird. Jeden Tag steht sie vor der Herausforderung Geld zu verdienen, zu überleben und ihrer Arbeit nachzugehen. Sie lebt in der komplexen Unterwelt des Viertels Ain Shams in Kairo, wo sie mit Migration, Rassismus und Kriminalität konfrontiert ist. Aisha kämpft mit der Realität und ihren Träumen, in denen auch magische Tiere vorkommen. Dies macht den Film zu einem verstörenden Erlebnis.
Viva Yurumanguí , 25.06.2026
R: Emma Christopher, Sergio Leyva Seiglie – Colombia, Australia 2025 – 80 min.
An der abgelegenen Pazifikküste Kolumbiens kämpft die Community Yurumanguí Palenque weiterhin für ihre Freiheit, nachdem ihre Vorfahren vor der Sklaverei geflohen sind. Heute ist jedoch ihr Territorium durch bewaffnete Gruppen und Umweltzerstörung bedroht, was die Community und ihre Traditionen gefährden. Umso bedeutender ist ihre Teilnahme am größten Festival afrokolumbianischer Musik: Dort präsentieren sie ihre Traditionen, verteidigen ihr Territorium und erinnern die Außenwelt daran, dass sie weiterhin existieren.