In Kooperation mit der Bundeskunsthalle präsentiert der Förderverein Filmkultur von August 2025 bis Januar 2026 anlässlich der Austellung W.I.M. DIE KUNST DES SEHENS eine Reihe von Wim Wenders Filmen in der Bundeskunsthalle.
Tickets sind an der Kasse oder über die Webseite der Bundeskunsthalle erhältlich.
Samstag, 10. Januar, 18 Uhr (179 Min)
Bis ans Ende der Welt, 1990/91
BIS ANS ENDE DER WELT ist „das ultimative Road Movie“, eine Reise um den Globus, eine Odyssee der Gegenwart, und Ähnlichkeiten mit Homers Mythos ergeben sich durchaus. Nur daß das Ziel dieser Reise die spirituelle Versöhnung zwischen einem besessenen Vater und seinem verlorenen Sohn ist. Und daß in BIS ANS ENDE DER WELT Penelope sich entscheidet, Odysseus hinterherzureisen.
Um seiner blinden Frau (Jeanne Moreau) das Sehen zu ermöglichen, erfindet Dr. Farber (Max von Sydow) ein Verfahren, das es möglich macht, die vom Gehirn eines Sehenden aufgezeichneten Bilder direkt in das Sehzentrum eines Blinden zu senden.
Farbers Sohn Sam (William Hurt) macht sich auf eine Reise um die Welt, um für seine Mutter die Stationen ihres Lebens zu „sehen“ und aufzuzeichnen. Die Französin Claire (Solveig Dommartin) verliebt sich in ihn und reist ihm hinterher. Sie wird ihrerseits von dem Schriftsteller Eugene (Sam Neill) verfolgt, der ihre Abenteuer aufzeichnet.
Der Film, 1990 gedreht, spielt in der nahen Zukunft, um die Jahrtausendwende. Wenders interessiert dabei vor allem, wie die Menschheit mit Bildern umzugehen lernt, bzw. ihr Opfer wird. „Am Anfang war das Wort. Was wäre, wenn am Ende nur das Bild übrig bliebe!?“ notiert Eugene.
Frustriert von dem „Reader’s Digest“ seines Films, den ihm Verleiher aufzwangen, stellte Wenders zwei Jahre nach Erscheinen des Films einen „Director’s Cut“ her, der in seiner Länge von 4 ½ Stunden seinen Intentionen und der epischen Geschichte gerecht wird.