Vorwort des Programmhefts – Leichte Sprache

Liebe Gäste,

Im letzten Jahr haben wir Jubiläum gefeiert.
40 Jahre Internatione Stumm·film·tage.
Aber in dem einen Jahr ist viel passiert.
Die Wichtigkeit von Kultur wird in Frage gestellt.
Politiker*innen entscheiden:
Es wird weniger Geld für Kultur ausgegeben.
Auch an Kultur·orten, die es schon lange gibt.
Das ist eine Katastrophe.
Und wir können heute noch nicht sagen:
Welche Auswirkungen werden diese Entscheidungen in Zukunft haben?

Diese politischen Entscheidungen haben Auswirkungen auf Bonn.
Und auch auf unser Festival.

Wir wählen die Filme für unser Festival gut aus.
In Zusammen·arbeit mit dem Deutschen Film·institut und Film·museum.
Gemeinsam mit vielen Film·archiven auf der ganzen Welt.
[In einem Film·archiv werden Filme gesammelt und aufbewahrt.]
Die Filme werden Open Air gezeigt.
Also unter freiem Himmel.
Und mit einer besonderen Live-Musik·begleitung.
Der Ort dafür ist auch in diesem Jahr wieder der wunderbare Arkaden·hof der Universität Bonn.
Das ist das Stumm·film·festival.
Es steht für die Freiheit der Kunst.
Nicht nur heute.
Sondern schon seit langer Zeit.

Die Stumm·film·zeit war vor mehr als 100 Jahren.
Aber auch heute noch be·eindrucken Stumm·filme das Publikum.
Wir spüren die Begeisterung der Zuschauer*innen immer wieder.
Und das zeigt uns:
Es ist wichtig, Stumm·filme zu zeigen.
Kosten·los.
Und an einem Ort, den alle gut erreichen können.
Das wollen wir auch in Zukunft tun.
Aber dafür brauchen wir Unterstützung.
Dafür brauchen wir Geld.
Förder·geld und auch Ihre Spenden.

Über noch ein Thema möchte ich sprechen:
Die Stummfilme sind zum Teil mehr als 100 Jahre alt.
Heute würden wir viele der Geschichten anders erzählen.
Wir würden die Figuren anders zeigen.
An manchen Stellen sind die Geschichten voller Vorurteile.
Wir zeigen die Filme trotzdem.
Denn sie zeigen Blick·winkel, die noch nicht erzählt wurden.
Durch sie kann man Geschichte neu erleben.
Sie öffnen den Blick für neue, überraschende Eindrücke.

Film geht auch tatsächlich ohne gesprochene Sprache!

Vor 100 Jahren war Film noch neu.
Jung.
Frech.
Er hat Menschen unterhalten.
Und Grenzen überschritten.
Das können Sie hier mit uns erleben.
Dazu laden wir Sie herzlich ein.

Aber:
Kommen Sie nicht zu spät.
Es gibt 1.000 Stühle.
Wenn sie alle besetzt sind, schließen wir die Eingänge.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Sigrid Limprecht

Vorstand Förderverein Filmkultur Bonn e.V.